Typische Fehler bei der Messeplanung vermeiden
Viele Probleme eines Messeauftritts entstehen nicht während der Veranstaltung, sondern bereits in der Vorbereitung. Ein typischer Fehler ist ein fehlendes Ziel. Wenn du nicht weißt, was du erreichen möchtest, kannst du weder Stand noch Kommunikation und Personal sinnvoll darauf ausrichten. Nach der Messe fehlt dir außerdem die Grundlage für eine aussagekräftige Bewertung.
Ein weiterer Fehler besteht darin, Messeplanung mit Standplanung gleichzusetzen. Natürlich ist der Stand wichtig. Er ist aber nur ein Teil des gesamten Projekts. Budget, Personal, Reise, Logistik, Kommunikation und Nachbereitung können genauso entscheidend sein.
Problematisch ist auch, erst am ersten Messetag mit der Besucheransprache zu beginnen. Wenn bestehende Kunden und interessante Geschäftskontakte gar nicht wissen, dass du vor Ort bist, bleibt ein Teil des Potenzials ungenutzt.
Während der Messe kann eine fehlende Kontaktdokumentation zum Problem werden. Ein Stapel Visitenkarten oder eine Liste mit E-Mail-Adressen hilft dir später nur begrenzt weiter, wenn der Inhalt der Gespräche fehlt.
Auch eine verspätete Nachbereitung kann Chancen kosten. Wenn sich ein Interessent an ein konkretes Gespräch erinnert, solltest du daran anknüpfen können. Wochen später ist dieser Bezug möglicherweise deutlich schwächer.
Die Lösung liegt bei all diesen Punkten in einer durchgängigen Planung: Definiere vorab, was du erreichen willst, wie du Kontakte gewinnst, welche Informationen du festhältst und was nach der Veranstaltung mit diesen Kontakten passiert.
Die Nachbereitung beginnt schon vor der Messe
Messenachbereitung klingt nach einer Aufgabe, die erst nach dem letzten Messetag relevant wird. Tatsächlich solltest du sie bereits vorher planen.
Überlege dir, wer nach der Veranstaltung die neuen Kontakte bearbeitet und wie schnell das geschehen soll. Wenn du während der Messe konkrete Zusagen machst, etwa Unterlagen zu senden oder ein Angebot zu erstellen, sollte dafür anschließend Zeit eingeplant sein.
Gerade für Selbstständige kann das wichtig sein. Nach mehreren Messetagen wartet häufig bereits das normale Tagesgeschäft. Ohne reservierte Zeit rutscht die Nachbereitung schnell nach hinten.
Sortiere deine Kontakte nach der Messe nach ihrer Relevanz und den vereinbarten nächsten Schritten. Bei einem konkreten Interesse kannst du direkt an das Gespräch anknüpfen. Eine persönliche Nachricht, die sich auf ein besprochenes Thema bezieht, ist dabei hilfreicher als eine allgemeine Standardnachricht an alle Messekontakte.
Sende zugesagte Informationen, beantworte offene Fragen und vereinbare die geplanten Folgetermine. So wird aus einem Messekontakt ein konkreter Vertriebsprozess.
Messeerfolg messen: Hat sich dein Messeauftritt gelohnt?
Ob ein Messeauftritt erfolgreich war, lässt sich nicht allein daran erkennen, wie voll dein Stand war. Viele Besucher können positiv sein, müssen aber nicht automatisch zu relevanten Kontakten oder neuen Aufträgen führen.
Gehe deshalb zurück zu den Zielen, die du vor der Messe festgelegt hast. Wenn du qualifizierte Kontakte gewinnen wolltest, kannst du prüfen, wie viele davon tatsächlich entstanden sind. Ging es um konkrete Folgegespräche, vergleichst du deine Zielzahl mit den vereinbarten Terminen.
Auch entstandene Anfragen und Aufträge sind wichtige Kennzahlen. Allerdings solltest du berücksichtigen, dass sich der wirtschaftliche Wert eines Messekontakts nicht immer sofort zeigt. Je nach Angebot können zwischen dem ersten Gespräch und einem Auftrag Wochen oder Monate liegen.
Betrachte deshalb sowohl kurzfristige als auch spätere Ergebnisse. Wenn möglich, dokumentierst du, welche Aufträge ursprünglich aus Messekontakten entstanden sind.
Stelle diesen Ergebnissen deine Gesamtkosten gegenüber. Berücksichtige neben den direkten Ausgaben auch den internen Zeitaufwand. So erhältst du ein realistischeres Bild davon, was dich der Messeauftritt tatsächlich gekostet hat.
Eine solche Auswertung muss nicht kompliziert sein. Wichtig ist vor allem, dass du deine ursprünglichen Ziele und die tatsächlichen Ergebnisse miteinander vergleichst.
Nutze die Auswertung für deinen nächsten Messeauftritt
Die Erfolgskontrolle soll dir nicht nur sagen, ob sich die vergangene Veranstaltung gelohnt hat. Sie liefert dir auch wichtige Informationen für deine nächste Messe.
Vielleicht war dein Stand größer als nötig. Vielleicht hat ein bestimmter Kommunikationskanal besonders viele Besucher gebracht. Möglicherweise waren vereinbarte Termine wertvoller als spontane Gespräche oder eine bestimmte Art von Werbematerial wurde kaum genutzt.
Halte solche Erkenntnisse fest, solange die Erinnerungen noch frisch sind. Besprich sie auch mit deinem Team, wenn mehrere Personen beteiligt waren. Unterschiedliche Perspektiven können helfen, ein vollständigeres Bild zu bekommen.
Notiere außerdem, welche organisatorischen Punkte gut funktioniert haben und wo Probleme entstanden sind. Das können Anreise, Aufbau, Technik, Standbesetzung oder die Erfassung von Kontakten sein.
So beginnt die Planung des nächsten Messeauftritts nicht wieder bei null. Du kannst auf konkreten Erfahrungen aufbauen und deine Zeit und dein Budget gezielter einsetzen.
Messebelege mit WISO MeinBüro organisieren
Rund um einen Messeauftritt entstehen schnell Rechnungen und Belege aus vielen verschiedenen Bereichen. Standmiete, Hotel, Reise, Werbemittel oder weitere betriebliche Ausgaben kommen häufig nicht zur gleichen Zeit und nicht vom gleichen Anbieter.
Mit WISO MeinBüro kannst du deine Ausgaben erfassen und mit Eingangsrechnungen verknüpfen. Belege kannst du digital importieren oder per App erfassen. Dadurch lässt sich die kaufmännische Nachbereitung deines Messeauftritts in deine laufenden Abläufe integrieren.
Gerade wenn während der Vorbereitung viele kleinere und größere Ausgaben entstehen, hilft eine laufende Erfassung dabei, Unterlagen nicht erst nach der Messe zusammensuchen zu müssen.